Endlich ist es soweit. Wir haben uns für eine Reise nach Island entschlossen.Vom 06. - 24.Juli 2020 wollen wir die Insel erkunden.
Besonders Edith freut sich darauf, denn eine Islandreise stand schon lange an einer der vordersten Stellen ihrer Wunschliste.
Nun ist wieder Edith am Zuge. Sie wird sicher wieder eine tolle Route zusammenstellen und alles tadellos organisieren.
Eine Menge Zeit und Arbeit war nötig, aber jetzt haben wir es endlich geschafft.
Alles ist nun gebucht. Sowohl die Flüge als auch das Mietauto und noch eine Menge Unterkünfte dazu. Edith hat viel recherchiert und sicher das Optimale gefunden.
Da wir aber bei den Buchungen schon zeitig dran waren, hatten wir keine Schwierigkeiten das Gewünschte zu bekommen.
Nach den coronabedingten Einschränkungen der letzten Tagen haben wir nicht geglaubt, dass es noch schlimmer kommen kann.
Aber heute wurde der sogenannte Lockdown in ganz Österreich verkündet. Ab sofort ist so ziemlich alles verboten. Das Reisen sowieso.
Unsere Reisen nach Kuba, Lappland, Prag und dem Baltikum fallen sicher aus. Ob sich die Islandreise ausgehen wird ist mehr als fraglich.
In den letzten Tagen hat sich einiges getan.
Die Reiseeinschränkungen wurden jetzt aufgehoben und somit können wir fliegen.
Leider hat die Austrian einen Teilflug gecancelt, sodass wir umbuchen mussten. Wir fliegen nun einen Tag früher. Also nicht am Montag, 6.7.20 sondern schon am Sonntag den 5.7.20.
Deshalb mussten wir auch die Hotel- und Mietwagenbuchung ändern. Aber zum Glück ging alles komplikationslos über die Bühne und so sollte unserer Reise nichts mehr im Wege stehen.
Aber in Zeiten wie diesen ist alles möglich!
Heute waren wir hauptsächlich damit beschäftigt (Online)-Formulare auszufüllen.
Das nächste Formular hatte mit unserer Einreise in Island zu tun. Momentan läuft die Einreise nach Island folgendermaßen ab: Kurz vor dem Abflug muss man besagtes Formular ausfüllen. In Island angekommen wird man auf Covid19 getestet, kann aber in sein Quartier weiter fahren. Binnen 14 Stunden wird man vom Testergebnis informiert. Ist der Test negativ, kann man die Reise normal fortsetzten. Bei einem positiven Ergebnis muss man für zwei Wochen in Quarantäne, was unsere Urlaubspläne natürlich ziemlich kaputt machen würde.
Eigentlich ging das Ausfüllen ganz einfach. Zuerst eine Frage ob man an einem der Symptome des Coronavirus leidet und dann noch die persönlichen Angaben. Zum Schluss noch die Angabe jener Unterkünfte in denen man sich die nächsten vier Tage aufhält und das war es.
Man hinterlegt seine Kreditkarte, damit die Testkosten von 9.000 ISK (57€) angebucht werden können. Barzahlung vor Ort wäre auch möglich, aber dann kostet es 11.000 ISK (70€).
Nach dem Senden des Formulares erhält man per Mail eine Bestätigung und einen QR-Code mit dem man sich während der ganzen Islandreise identifizieren kann bzw. muss.
Zusätzlich muss man sich auch noch die isländische Corona-App 'Rakning C-19' herunterladen, welche die Kontakte während der Reise aufzeichnet.
Heute war großer Packtag. Schon gestern haben wir begonnen einzelne Sachen auf den großen Packhaufen zu legen und zu sortieren.
Beim Test der Wanderschuhe ergab sich bei Franz ein Problem. Oder besser gesagt zwei Probleme. Das Probieren der Wanderschuhe verursachten diese, obwohl schon oft getragen, diverse Druckstellen und Blasen.
Deshalb wurde nach den Reservewanderschuhen gesucht und diese zum Testen hervorgekramt. Allerdings löste sich beim Anziehen bei beiden Schuhen die Sohle und der Gummi verbröselte sich im ganzen Vorzimmer.
So blieb nichts anderes übrig als zum Intersport zu fahren und dort neue Wanderschuhe zu kaufen.
Die schauen gut aus und passen perfekt. Jetzt bleibt nur die Hoffnung, dass sie auch weiterhin so gut passen.
Genügend Blasenpflaster haben wir auf alle Fälle eingepackt.
Kurz vor 13:00 gingen wir vor das Haus, wo schon das Flughafentaxi auf uns wartete. Eigentlich wollten wir mit der Schnellbahn fahren, aber durch die Sperre der S-Bahn zwischen Floridsdorf und Praterstern wäre die Fahrt zum Flughafen ein wenig umständlicher geworden.

Am Flughafen angekommen, staunten wir nicht schlecht. Wo sich sonst die Autos um die wenigen Parkplätze stritten und sich die Menschenmassen wälzten, herrschte unheimlich Leere.
Wir gingen mit unseren bereits zu Hause erstellten Bordingpasses zu einem Abfertigungsschalter zum das Gepäck aufzugeben.
Eine freundliche Austrianmitarbeiterin erklärte uns freundlich, dass wir das selber machen müssen. Also hin zu einer Scanstation, dort den Bordingpass scannen und schon erhielten wir das Gepäcksidentifikationsband. Das montierten wir jeweils auf unsere Koffer. Dann ging es weiter zur Gepäcksaufgabe. Dort scannten wir das Gepäcks-ID-Band und schupften den Koffer auf das Förderband. Damit war die Kofferaufgabe erledigt.
Wir gingen nun zum Spar und kauften uns je zwei Wurstsemmeln, da wir während der Flüge kein Essen bekommen und erst nach Mitternacht im Hotel sein werden.
Jetzt hatten wir genügend Zeit um in der Airportlounge auszuspannen. Zuerst mussten wir jedoch durch den Securitycheck. Zwar mussten wir unsere Rucksäcke ausräumen und alles einzeln in Boxen präsentieren, aber es gab keine Probleme und in kaum fünf Minuten war die Prozedure erledigt.
Nun war es Zeit für die Lounge. Leider ist die Lounge in Wien eine der schlechtesten die wir bisher besucht haben. Nicht einmal zu Mittag gab es etwas Warmen zum Essen. Nur Sandwiches und einen Caesar-Salat. Aber war der Marmorkuchen und der Kaffee sehr gut. Die Getränke waren, obwohl sie aus dem Kühlschrank kamen, warm.
Wir vertrieben uns die Zeit mit etwas Handy spielen und fernsehen und warteten bis endlich unser Flug aufgerufen wurde.




Nach einer gemütlichen Zeit in der Lounge wanderten wir fast fünf Minuten bis zu unserem Gate.
Dort konnten wir das Ankommen unserer Maschine beobachten.

Das Bording wurde in drei Gruppen durchgeführt, sodass es kein Gedränge gab. Alles lief sehr ruhig und diszipliniert ab.
Schön langsam befüllte sich die Maschine und war zum Schluss bis auf den letzten Platz ausgelastet.



Das war ein ganz lässiger Flug. Vom Gate sind wir zur Startbahn an einer Menge stillgelegter, geparkter Flugzeuge vorbeigefahren. Ein trauriger Anblick.
Wir sind ganz pünktlich um 17:35 gestartet und hatten einen ganz ruhigen Flug. Essen gab es nicht, dafür aber ein Glas Mineral oder Kaffee und ein Formular mit persönlichen Daten zum Ausfüllen.
Knapp 15 Minuten zu früh sind wir dann gelandet. Es herrschte ziemlicher Wind, sodass die Landephase etwas wackelig war. Aber der Pilot setzte die Maschine (OE-LWJ) ohne Probleme butterweich auf die Landebahn.
In der Ankunftshalle waren nur Passagiere unseres Fliegers. Die Passkontrolle ging in allen Reihen flott von sich. Bis auf unsere Reihe. Hier hatten sich offensichtlich die Problemfälle konzentriert. Aber nach einer viertel Stunde waren auch wir durch.
Durch gespenstisch leere Gänge gelangten wir zu unserem neuen Gate. Dort hatten wir genügend Zeit, aber es gab nichts zu kaufen, da alle Geschäfte und Restaurants geschlossen hatten.
Wir hatten genügend Zeit unsere ankommende Maschine zu beobachten, die in Rekordzeit für den Weiterflug hergerichtet wurde.
Auch in Kopenhagen ging das Bording ohne Probleme vor sich. Diesmal war es eine größere Maschine, aber auch die war total ausgelastet.
Es war der pünktlichste Flug, den wir je hatten. Pünktlich zur angegebenen Minute hob unser Flugzeug ab und landete nur eine Minute nach der angegebenen Ankunftszeit.
Der Flug war sehr ruhig und es gab nichts zu essen und zu trinken.
Auffällig war, dass alle Passagiere sehr ruhig waren und kaum im Flieger hin und her gingen.
Schaute man aus dem Fester, sah man, dass es schön langsam zu dämmern begann. Dieser Zustand blieb während des ganzen Fluges gleich, obwohl wir kurz vor Mitternacht landeten.
Mit Spannung erwarteten wir die Ankunftsprozedur in Reykjavik.
Nachdem wir die Ankunftshalle erreicht hatten, wurden alle Passagiere überprüft ob sie den, durch das Registrierungsformular ausgelösten, QR-Code vorweisen können. Auch wurde gecheckt, ob der bevorstehende Coronatest schon bezahlt wurde.
Es wird immer von einem QR-Code gesprochen, jedoch ist es in Wahrheit ein Barcode. QR-Code ist quadratisch mit komischem Muster, Barcode ist rechteckig, länglich und besteht aus verschiedenen Arten von Strichen. Aber das nur so nebenbei.
Wir konnten sowohl Code als auch die Bezahlung vorweisen und durften uns brav in der Schlage vor den Testkabinen anstellen.
Von den zehn Teststationen waren fünf geöffnet und mit je zwei Testern besetzt. Man konnte sogar ein wenig zusehen aber doch nicht genau genug um zu sehen wie der Test abläuft. Manchmal hörte man leises fluchen, grunzen, schnaufen, sodass wir schon auf unsere Reaktionen gespannt waren.
Nach einer Viertelstunde waren wir an der Reihe. Wir wurden getrennt und in zwei benachbarte Kabinen geschickt. Dann wurden wir mit dem Rücken an eine Wand gestellt und schon kam ein TesterIn und sammelte an der Wange und in der Rachengegend etwas Speichel auf sein Wattestäbchen.
Edith empfand es als unangenehm, da ihre Testerin mit dem Stäbchen ziemlich weit in den Rachen hinein fuhr. Bei Franz sammelte der Tester eher nur an der Wange den Speichel ein.
Nun kam ein längeres Stäbchen zum Einsatz, das aus den Tiefen des rechten Nasenloches Material holte.
Edith dachte, dass das Stäbchen schon bald die Schädeldecke durchstoßen würde, ein etwas komisches Gefühl. Franz beschrieb es als unangenehm und eher kitzelig. Außerdem kamen aus seinem rechten Auge, und nur aus diesem, zwei Tränen heraus, obwohl das Ganze nicht schmerzhaft war.
Da bei dem Test auch der Pass vorgelegt werden musste, ersparten wir uns die Passkontrolle und konnten uns gleich dem Mietauto widmen.
Jetzt heißt es ca. 12 Stunden warten bis das Testergebnis vorliegt.
In der Ankunftshalle sahen wir in einer Ecke einige Schalter von Autovermietern. Jedoch unseren Vermieter, Global Rent bzw. CarDelMar konnten wir nicht finden.
Beim Info-Schalter fragten wir wo wir Globel Rent finden könnten und ernteten ein leises Lächeln. Die Dame erklärte uns gestenreich, dass wir zuerst die Halle durchqueren müssen, dannn auch über den Parkplatz gehen müssen und dann, hinter dem dort sich befindlichen Hotel, ist unser Vermieter stationiert.Die Frage nach einem Shuttle verneinte sie, da dieses Service nur bis 18 Uhr angeboten wird.
Also schnappten wir Koffer und Rucksäcke und machten uns zu einer mitternächtlichen Wanderung auf. Zum Glück war es relativ warm, und wir brauchten nicht unsere Jacken auspacken. Nun ging es los, durch die Halle, über den großen Parkplatz, zum Hotel, an dessen Rückseite und schon sahen wir einige Gebäude auf denen die Logos verschiedener Vermieter leuchteten. Leider war unser Vermieter nicht dabei. Wir fragten in einem dieser Büros nach unserem Vermieter und erfuhren, dass wir noch ein Stück zu gehen hätten. Wieder überquerten wir einen Parkplatz und standen vor drei Gebäuden. Unser Vermieter war natürlich im hintersten, am weitest entferntesten Gebäude einquartiert. Aber wir haben ihn dann doch gefunden.
Ein einsamer, offensichtlich schon etwas müder Mitarbeiter erledigte für uns den Papierkram und übergab uns den Schlüssel für unseren Honda CR-V. Soweit wir sehen konnten ist er gut ausgestattet. Automatische Motorabstellung, Spurhalter und Navi.
Beim Navi ist jedoch tschechisch als Sprache eingestellt und wir haben es nicht geschafft die Sprache umzustellen. Franz hüpfte ins Büro um den Mitarbeiter zu holen, doch der hatte bereits neue Kundschaft. Außerdem meinte er, dass er sich nicht auskennt und sich zuerst über YouTube schlau machen müsste. Aufgrund der Uhrzeit, es war mittlerweile 01:30 (oder 3:30 in Österreich) verzichtet wir auf seine weitere Hilfe. Edith nahm ihr Handy öffnete 'here we go' und fuhren laut Angaben diese App Richtung Hotel.
Es war noch immer Dämmerzeit, aber es begann schön langsam hell zu werden. Die Strassen waren leer, aber wir konnten nicht schnell fahren, da in Island bei hohen Strafen, viel und streng kontrolliert wird.
Gegen 2:30 kamen wir dann in unserem Hotel in Reykjavik, dem Skuggi Hotel by Keahotel, an,stellten das Auto in die Garage, bezogen das tolle Zimmer und waren wenige Minuten später im Land der Träume.
Noch etwas groggy von der letzten, sehr kurzen Nacht, kamen wir bei dem guten Frühstück des Skuggi Hotels schön langsam wieder zu Kräften.
Für 11 Uhr hatten eine Free-Walking-Tour gebucht. Bisher haben wir in verschiedenen Städten solche Touren mitgemacht und immer gute Erfahrungen damit gemacht. Sehr engagierte Guides führen ca. eineinhalb Stunden durch die Stadt. Kostenlos, wie der Name schon sagt. Eigentlich, denn die Guides erwarten sich natürlich schon ein Trinkgeld in entsprechender Höhe.
Unser Treffpunkt war der Hauptplatz von Reykjavik.
Von hier ging es los durch die Stadt.
Wir sahen unter anderem:
Kirchen:
moderne Architektur:
historische Architekur:
natürlich Schiffe:
ein außergewöhnliche Straße:
und sportliche Menschen:
Reykjavik ist eine kleine, saubere und sehr ruhige Stadt. Alle Sehenswürdigkeiten sind zu Fuß in wenigen Minuten erreichbar.
Hektik scheint hier ein Fremdwort zu sein und die Menschen sind sehr freundlich und hilfsbereit.
Nach der Tour besichtigten wir noch Reykjavik ein wenig auf eigene Faust und legten so ca. 13 Km zurück.
Das Wichtigste jedoch war, dass wir das negative Coronatestergebnis erhalten haben. So kann auch etwas Negatives Positiv sein.
Für den ersten Rundreisetag hatten wir ein ziemlich ambitioniertes Programm vor uns. Den Pingvellir Nationalpark, den Strokkur Geysir, den Gullfoss Wasserfall und den Krater bzw. Kratersee von Kerid - alle vier Sehenswürdigkeiten wollten wir heute besuchen.
Alles allererstes jedoch kam das Frühstück in unserem Skuggi-Hotel. Dann packten wir die Reste zusammen, holten unser Auto aus der Garage und schon ging es los Richtung Pingvellir NP.
Nach ca. einer Stunde hatten wir die ca. 50 KM geschafft. Leider darf man nur maximal 90 KMh fahren, manchmal auch weniger. Als wir ankamen war das Wetter traumhaft. Um die 17 Grad und fast wolkenloser Himmel. So machte es Spaß einen kleinen Spaziergang durch das Gelände zu machen und sich die Highlights zu Fuß anzusehen.
Der NP ist eine besondere historische Stätte, denn hier schufen die Wikinger bereicht 930 n.Chr. das erste demokratische Parlament der Welt.
Vom Parkplatz weg ging es einem Felsabruch, der Allmännerschlucht, entlang bis zu jener, mit einer isländischen Fahne gekennzeichneten Stelle, an der die Wikinger das Parlament gründeten und dort auch ihre jährlichen Sitzungen abhielten.
Weiter ging es zum Öxararfoss-Wasserfall, wo sich der Fluss Öxara über eine Felskante in die Tiefe stürzt und als gurgelnder Wildbach weiter rauscht. Im Beckes des Wasserfalles wurden früher Frauen die sich u.a. der Untreue schuldig bzw. verdächtigt machten, ertränkt.
Als nächstes gelangten wir zur Pingvallakirkja (Pinvalla-Kirche). Sie ist eine der ältesten Kirchen in Island und wurde im 11 Jahrhundert geweiht. In der heutigen Form besteht sie seit 1859. Im kleinen angrenzenden Friedhof sind u.a. zwei bekannte einheimische Dichter begraben.
Dieser Ort war für uns die richtige Stelle um im Gedenken an Mama's ersten Totestag inne zu halten.
Nun wanderten wir weiter zu einer mit Spalten übersäten Stelle. Hier treffen die amerikanische und die eurasische Kontinentalplatte aufeinander. Sie triften jedes Jahr ca. 1 bis 18 mm auseinander. In der Spalte kann man in sehr klarem Wasser bei 2-3 Grad Wassertemperatur auch tauchen und schnorcheln.
Damit war unser Besuch des Pingvellir Nationalparks beendet und wir fuhren weiter nach Geysir.
Geysir ist nämlich der Name eines Ortes. Dort wurde das Naturphänomen eines aus dem Boden spritzenden Wassers entdeckt und alle weiteren dieser sprühenden Wasser werden weltweit jetzt Geysire genannt.
Neben ein paar kleineren Löchern aus den es brodelt und zischt gibt es zwei große Springquellen. Den 'Großen Geysir' der bis 2000 oft bis zu 100m hohe Fontänen in den Himmel schoß. Jetzt ist er momentan inaktiv. Dafür gibt es noch den 'Strokkur', der alle fünf bis zehn Minuten einen 15 bis 30 Meter Wasserstrahl ausstößt.
Bei unsere Ankunft beim Strokkur hatten wir noch Sonnenschein. Jedoch begann es später ein wenig zu regnen. Das störte uns aber nicht, da wir schon einige Eruptionen miterleben konnten.
Bei strömendem Regen fuhren wir zum Gullfoss-Wasserfall. Wir schlüpften in unsere Regenjacken und gingen die wenigen Schritte vom Parkplatz bis zum Wasserfall.
Plötzlich kämpfte sich die Sonne durch die Wolken und der Regen hörte auf. Dadurch wurde es aber nicht trockener. Die Gischt des riesigen Wasserfalls machte uns zeitweise ziemlich Nass.
Aber es war gewaltig. Der Fluss Hvita stürzt über zwei Kaskaden 32 m in die Tiefe. Und manchmal sieht man im Sprühnebel noch einen Regenbogen.
Die letzte Station des heutigen Tages war der Kerid-Krater. Der Berg ist vor 6.500 Jahren explodiert und hat einen tiefen Krater mit einem schönen Kratersee hinterlassen. Wir umrundeten den Krater an seinem oberen Rand und genossen die schöne Aussicht.
Jetzt wurden wir langsam hungrig. Wir fuhren nach Selfoss, fanden dort das Restaurant 'Surf and Turf', wo wir aus gezeichnet dinierten.
Edith einen Chicken-Salad und Franz BBQ-Ribs.
Müde und satt fuhren wir in unser neues Privatquartier, wo wir von der Hausfrau ein kleines aber feines Zimmer zugewiesen bekamen.
Und so sah unsere heutige Route aus:
Der Tag begann mit eine kalten Dusche. Aber nicht in unserem Zimmer, sondern durch den Seljalandsfoss. Über 60m donnert das Wasser die Felskante hinunter und erzeugt dabei jede Menge Sprühnebel. Das tolle an diesem Wasserfall ist, das man in von allen Seiten, also auch von hinten besichtigen kann.
Nachmittag bestiegen wir die Fähre zu den Mestmännerinseln. Dort hatten wir eine 2-stündige Tour gebucht, die uns das Leben, Fauna und Flora näher bringen sollte. Wir sahen das geschäftige Treiben im Hafen, tolle Küstenabschnitte und Lavafelder.
Höhepunkt war eine Nistplatz von Papageientauern. Ein paar von ihnen konnten wir sogar mit der Kamera einfangen.
Zum Schluss ging es noch ins Sealife-Rescue-Center. Dort werden kranke Tiere behandelt. Ein Puffin wurde ölverschmiert am Strand gefunden und gesund gepflegt. Zwei weiße Belluga-Wale wurden aus einem russischen Zoo gerettet, bleiben jetzt zwei Wochen dort und werden dann in eine großen Bucht gebracht.
Heute begannen wir mit dem Dyrholaey-Felsplatteau. Von diesem Platteau hat man wunderbaren Ausblick auf bizarre Felsformationen und den schwarzen Strand von Reynisfjara.Auch hier nisten ein paar Papageientaucher, die wir relativ nahe zu Gesicht bekamen.
Anschließend mussten wir die ganze Bucht umfahren, um an den schwarzen Strand von Reynisfjara zu kommen. Hier kann man neben dem schwarzen Sand auch noch zwei Höhlen und eine Basaltgesteinsformation bewundern.
Weiter ging es dann zur Fjadrargljufur-Schlucht. Hier kann man ein paar Kilometer der Schlucht entlang wandern und wird mit prächtiger Aussicht belohnt.
Weltberühmt wurde diese Schlucht durch Justin Bieber, der hier das Video zu dem Lied I'll show you drehte.
Kurz bevor wir zu unserem Quartier kamen, bogen wir in eine Seitenstraße ein, die uns zum Svinafellsjökull-Gletscher brachte.
Hautnah konnten wir den Gletscher in seinen vielfältigen Farben genießen.
Heute hatten wir einen Wandertag vor uns. Zuerst ging es in wenigen Minuten zum Skaftafell-Nationalpark.
Unser erstes Ziel im Park war der Svartifoss-Wasserfall. Hier stürzt der Fluss Storilaekur über eine 12 Meter Höhe Felskante. Nicht besonders hoch, aber schön. Noch schöner sind die den Wasserfall umgebenden Basaltsäulen.
Nächstes Ziel war der Aussichtspunkt Sjonarsker. Von dort hat man eine unvergessliche Aussicht auf die Umgebung.
Weiter ging es zu den mit Grassoden gedeckten Bauernhäusern Sel mit den dazugehörenden Stallgebäuden. Dieses Gebäude wurden 1912 erbaut und bis 1946 benutzt. Unter den Schlafräumen war der Schafstall. Damit konnte die Körperwärme der Tiere optimal genutzt werden.
Nach ca. 2 1/2 Stunden waren wieder zurück im Besucherzentrum und labten uns mit Kaffee und Apfelkuchen.
Da der Tag noch jung und das Wetter mild und sonnig war, beschlossen wir, noch eine kleine Wanderung zu machen.
Nur wenige Fahrminuten entfernt liegt der Virkisjökull-Gletscher. Im Gegensatz zum gestrigen Gletscher den wir besucht haben, ist dieser Gletscher nicht für Besucher gesperrt und droht auch nicht in nächster Zeit abzurutschen.
Wir sahen einige Gruppen die eine Gletschertour gebucht hatten und sich mühsam auf dem Eis nach oben bzw. unten kämpften.
Am langen Weg nach unten nimmt der Gletscher viel Schmutz auf, sodass der letzte Teil des Gletschers fast nur braun oder schwarz erscheint. Nur weiter oben sieht man alle Schattierungen von weiß und blau.
Leider mussten wir unser schönes Quartier im Potato-Storage verlassen. Nach über einer Stunde Fahrtzeit gelangten wir zur Jökulsarlon-Gletscherlagune. Dort hatten wir bei 'Icl Lagoon' eine Zodiactour gebucht.Ein charmantes Wiener Mädel empfing uns und wir mussten uns in einen Overall zwängen. Damit fühlten wir uns und sahen aus wie das Michellin-Männchen.
Schon vom Parkplatz aus konnten wir die treibenden Eisgebilde in der Lagune bewundern.
Mit einem Riesentruck ging es dann zur Bootsablegestelle. Normalerweise befinden sich 12 Personen im Boot, aber unser Zodiac war nur mit drei deutschen Männern und uns besetzt.
War der Himmel bis jetzt bewölkt, so riss es nun auf und die Sonnen brachte den See und das Eis zum glitzern.
In stürmischer Fahrt (ca. 40KmH) ging es los in Richtung Breioamerkurjö-Gletscher, von dem das ganze Wasser und alle Eisteile in der Lagune stammen.
Jetzt waren wir froh, so gut eingepackt zu sein. Denn der Fahrtwind war unheimlich kalt. Nach ca. fünf Minuten in rasanter Fahrt hatten wir den Gletscher erreicht. Natürlich durften wir aus Sicherheitsgründen nicht zu Nahe an den Gletscher fahren.
Die Sonne schien und rund um uns trieben die glitzernden Eisschollen. Es war einfach eine Pracht. Auch eine Robbe genoss auf einem Stück Treibeis die Sonnenstrahlen.
Nach der Rückkehr genehmigten wir uns ein Lobstersandwich und fuhren zu dem angrenzenden Diamond Beach.
Dort liegen auf tiefschwarzem Sand einige angeschwemmte Eisbrocken herum.
Nun lag eine lange Fahrtstrecke vor uns. Ca. vier Stunden bis zum nächsten Quartier.
Aber die Landschaft die wir durchfuhren war von seltener Schönheit.
Einen Zwischenstopp legten wir noch in Djupivogur ein. Dort versorgten wir uns nicht nur mit Kaffee, sondern besichtigten kurz die Sehenswürdigkeit dieses Dorfes, die 'Eier der Gleoivik-Bucht'. Es sind hier an der Hafenmauer Nachbildungen von 34 hier in der Bucht nistenden Vögel zu sehen.
Danach ging es noch zwei Stunden weiter. Zuerst der Küste entlang, dann quer durch die Berge, bis zur endlich unser Hotel Hallormsstadur in Hallormsstaour erreichten.
Nach einem großartigen Frühstück in unserem noblen 4-Sterne-Hotel machten wir uns zu unserer heutigen Erkundungstour auf. Eigentlich hatten wir ein anderes Hotel gebucht, aber durch irgend einen Fehler ist unsere Buchung verschwunden. Daher wurden wir in ein besseres Hotel gebucht, noch dazu mit Frühstück, dass wir in unserem alten Hotel nicht gehabt hätten.
Nach einer halben Autostunde kamen wir an einem einsamen Parkplatz an. Drei Autos verloren sich auf ihm. Wir bildeten also ein Quartett, stiegen aus und begannen den Aufstieg zum Hengifoss-Wasserfall. Dieser ist mit seinen 118 m der vierthöchste Wasserfall Islands. Leider konnte man nicht ganz bis zum Hengifoss hinwandern, da der letzte Teil aus Sicherheitsgründen gesperrt war.
Auf halbem Weg gibt es noch den 45 m hohen Litlanesfoss. Beide Fälle werden vom Fluss Hengifossa gespeist. Wunderschöne Basaltformationen sind das Besondere an diesem Wasserfall.
Nach 2:30 Stunden hatten wir die 5 Km hin/retour inklusiver 350 Höhenmeter auf/ab geschafft und bereit für das nächste Highlight.
Nun lagen zwei Stunden Autofahrt vor uns, um zu dem kleinen Hafen Hafnarholmi zu kommen. Neben diesem Hafen liegt eine kleine Vogelinsel auf der es Dreizehenmöven, Eissturmvögel, Eiderenten und Papageientaucher gibt. Wir waren natürlich wegen der Letzteren hier. Ein kleiner Steg führe über die Miniinsel und man konnte die Puffins wirklich hautnah erleben.
Die meisten waren Jungtiere und noch nicht sehr visiert im starten und landen, was oft zu komischen Situationen führte.
Landete ein Vogel und hatte kleine Fische im Schnabel, so versuchten die Anderen, ihm seinen Fang zu entreißen. Doch mit ein paar Flügelschlägen machte sich der Jäger Platz und verschwand mit seiner Beute in einer Höhle.
Heute war das Wetter wirklich extrem. Von Morgens bis zum späteren Nachmittag fast wolkenloser Himmel und um die 20 Grad.
Für Isländer eine Hitzewelle. Die meisten Einheimischen waren beim wandern heute ohnehin nur mit kurzer Hose und T-Shirt unterwegs. Aufgrund der für sie tropischen Temperatur beschlossen viele Isländer, egal ob alt oder jung, auch auf das T-Shirt zu verzichten. Wir sahen daher viele männliche nackte Oberkörper und diverse weibliche Oberunterbekleidung.
Heute ging die Schönwetterperiode zu Ende. Den ganzen Tag über war es bewölkt, zeitweise auch leichter bis starker Regen. Erst am Abend öffneten sich kleine Sonnenfenster und so haben wir die Hoffnung das es Morgen schöner wird, oder zumindest nicht regnet.
Morgens räumten wir unser Zimmer, frühstückten und schon ging es los. Zwei Stunden und 150 Km später waren wir am Ziel unserer ersten Etappe: den Dettifoss bzw. den Selfoss.
Kurz bevor wir den Parkplatz erreichten schwenkte der Regen von stark auf normal um. Wir zogen also unsere Regensachen an und wanderten in Richtung Dettifoss los. Während des kurzen, ca. ein Kilometer Weges hörte der Regen fast ganz auf. Aber es wurde nicht trockener. Wir waren schon fast am Dettifoss und bekamen seinen gewaltigen Sprühregen zu spüren.
Er ist nämlich der leistungsstärkste Wasserfall von Island und auch von ganz Europa. Auf einer Breite von 100 m stürzt hier der Fluss Jökulsa a Fjöllum 44 m in die Tiefe. Dabei entsteht eine gewaltige Wassergischt, die man kilometerweit sehen kann.
Ein schöner Pfad führt der Schlucht entlang und bietet ein paar sehenswerte Aussichtspunkte.
Wir wanderten weiter flussaufwärts und erreichten nach kurzer Zeit den Selfoss. Der stürzt zwar nur über 10 m ab, hat jedoch wegen seiner Lage, seinem Aussehen und den angrenzenden kleinen Wasserfällen auch seinen Reiz.
Dann ging es wieder weiter. Husavik war unser Tagesziel, das wir nach zwei Stunden erreichten. Dort bezogen wir unser neues Quartier, das Arbol Guesthouse. Wir machten noch einen kleinen Streifzug durch den Ort und haben dann im FossHotel ordentlich zu Abend gegessen.
Zeitig aus den Federn hieß es heute. 5:45 klingelte es und wir packten noch alles zusammen, genossen einen Frühstückskaffee mit einem Weckerl und schon ging es los. Eine Stunde dauert die Fahrt von Husavik nach Myvatn. Kurz vor 7:30 kamen wir an und waren für eine pünktliche Abfahrt um 8:00 bereit.Dort stiegen wir in einen großen Kleinbus um. Mit dem hatten wir und 20 andere Personen, nämlich eine Hochlandtour zum Vulkan Askja gebucht.
Damit hatten wir einen langen Tag vor uns. Je vier Stunden hin- bzw. Rückfahrt, 2:30 beim Vulkan und 1:30 für diverse Besichtigungen während der Fahrt. Und dann noch eine Stunde zu unserem Quartier.
Aber wir nahmen den Tag freudig in Angriff. Das Wetter war zwar nicht sonnig, sondern bewölkt, aber es regnete nicht.
Erster Stopp war bei einem kleinen Wasserfall. Dort konnten wir schon die unendliche Weite und Vielfalt des Hochlandes spüren.
Dann hielten wir an einem Platz an dem vor gut zweihundert Jahren sich ein gesuchter Verbrecher jahrelang in einem Felsloch versteckt hielt. Heute lagern hier Touristen in Zelten und Hütten.
Einen weiteren Halt machten wir bei einem sehenswerten Wasserfall. Zwar nicht hoch, aber eindrucksvoll an einer schönen Schlucht gelegen.
Der letzte Stopp vor dem Vulkan war ein besonderer Platz. Hier hatten die Apollo 11-Crew für ihre Mondlandung trainiert.
Endlich hatten wir nun unser Ziel erreicht. Den Parkplatz zum Askja-Vulkan.
Doch ganz am Ziel waren wir noch nicht. 45Min. Fußweg über Stock und Stein und Schnee lagen noch vor uns.
Nun hatten wir unser Ziel erreicht, den Askja-Vulkan. Durch die Ausbrüche ist von ihm als Berg fast nichts mehr übrig. Dafür aber zwei schöne, mit Wasser befüllte Krater.
Der See Öskjuvatn im großen Krater ist mi 220 m tiefste See Islands.
Der See im kleinen Viti-Krater ist nur 8 m tief, hat einen hohen Schwefelgehalt und im Jahresschnitt 20-24 Grad. Trotz der frischen Außentemperaturen waren auch heute einige Touristen in diesem See schwimmen.
Wir wanderten lieber am Kraterrand herum und genossen die einmalige Aussicht.
Zurück schafften wir den Abstieg etwas schneller. Der Bus wartete schon und nach fünf Minuten Fahrt haben fast alle geschlafen.
Einen kurzen halt machten wir noch bei der Drachenschlucht, die wir ein Stück entlang wanderten.
Nach zwei weiteren Fahrtstunden waren wir wieder in Myvaten, stiegen in leichtem Regen in unser Auto um und noch eine Stunde nach Hause.
Ein langer, aber sehr interessanter Tag hat nun sein Ende gefunden.
Heute hatten wir einige wirklich heiße Sachen vor.Gleich Morgens fuhren wir ca. eine Stunden in das Krafla-Gebiet. Es ist dies ein Vulkansystem mit ca. 100 Km Länge und dem gleichnamigen Zentralvulkan.
Wir hatten uns aus dem Gebiet zwei Highlights herausgepickt, die wir besuchen wollten. Zuerst jedoch fuhren wir an einem der vielen Geothermalkraftwerke vorbei.
Dann besuchten wir unser erstes Ziel, den Viti-Krater. Im Krater befindet sich ein See der durch eine Ausbruchsserie von 1724-1729 entstanden ist. Er misst 320 m im Durchmesser und ist 33 m tief. Seine schöne türkise Farbe hat er durch spezielle Kieselsäurealgen.
Am Kraterrand gingen wir ein Stück entlang und freuten uns über die tolle Aussicht in und über den Krater hinaus.
Nur ein paar Fahrminuten entfernt liegt der Leirhnjukur. Er ist ein aktiver Vulkan, dessen Magmakammer nur 8-2Km unter der Oberfläche vor sich hin bruzzelt.
Dementsprechend dampft es aus allen möglichen Erdspalten und brodelt es in diversen Wasserlachen.
Geht man die gut ausgebauten Wege weiter, gelangt man in das Lavafeld der letzten Ausbruchsserie von 1975-1984. Es fühlt sich an als wäre die Lava erst frisch erkaltet und es gibt einem eine Vorstellung von der Vernichtungskraft eines solchen Ausbruches.
Wir verließen nun das Krafla-Gebiet und fuhren weiter nach Hverir, einem der schönsten und aktivsten Geothermalgebiete Islands.
Über Stege und abgesteckte Wege kann man sich hier zwischen kochenden Schlammkesseln und blubbernden Wasserpfützen bewegen. Verlassen sollten man die markierten Wegen jedenfalls nicht. Man weiß nie genau wie stabil der Untergrund ist und wer möchte schon in einem heißen Schlamm- oder Wasserloch vor sich hinbruzzeln. Auch haben wir versucht den heißen Dampfschwaden auszuweichen, denn dessen Schwefelgestank ist beißend und übelriechend.
Leicht schwefelig riechend fuhren wir nach Dimmuborgir. Die bizarr geformten Steinformationen des Lavafeldes geben der Phantasie viel Spielraum. Man kann in ihnen Menschen, Tiere, Türme etc. sehen. In der Isländischen Mythologie wird Dimmuborgir als Unterkunftsort für Elfen und Trolle gesehen.
Nun sind wir genug herumgelaufen. Wir stärkten uns mit einem kleinen Snack und schon ging es weiter. Jetzt war Entspannung angesagt. Die wollten wir uns im Naturbecken des Geothermalbades Myvatn-Nature-Bath holen.
Umziehen war noch kein Problem, allerdings der Weg im Freien zum Pool war dann doch eine kühle Angelegenheit. Schließlich hatte es nur ca. 12 Grad Außentemperatur. Dafür war es im Becken richtig warm. Das Wasser hat durchgehend zwischen 36 und 40 Grad. Wir genossen eineinhalb Stunden die Wärme bis wir wieder in die Kälte hinaus mussten.
Für heute hatten wir eine Whale-Watching-Tour gebucht. Die Freude darauf wurde gestern etwas gedämpft, da wir vom isländischen Katastrophendienst eine Unwetterwarnung mit heftigem Regen und stürmischem Wind bekommen haben. Gestern Abend hat es dann zu regnen begonnen und der Wind blies die ganze Nacht ziemlich heftig.
Doch Morgens beruhigte sich das Wetter und als wir zum Touroffice aufbrachen, war alles vorüber und die Sonne blinzelte sogar etwas durch die Wolken.
Im Tourbüro checkten wir ein und bekamen dicke, wasserfeste Overalls. Nun enterten wir unser Schiff und verließen Punkt 10:00 den Hafen.
Nur eine kurze Strecke außerhalb des Hafens sahen wir ein anderes Walboot, das auf dem sehr ruhigen Wasser trieb. Also musste hier etwas zu sehen sein. Und wirklich. Kurze Zeit später ließ sich auch schon ein Wal sehen und zeigte uns seine Schwanzflosse.
Weiter ging es zu einer Bucht die wegen ihres Futterreichtums bei den Walen sehr beliebt ist.
Hier trafen wir auf zwei Wale die in der Bucht nach Futter suchten. Ein paar Mal tauchten sie auf verschiedenen Stellen auf und hielten die Beobachter ganz schön auf Trab.
Nach einiger Zeit meinte unser Guide, dass wir die Tiere lange genug beim Essen gestört haben und es jetzt Zeit ist weiterzufahren. Auf der Rückfahrt wurden wir noch mit heißem Kakao und Zimtrollen versorgt.
Es war einfach unbeschreiblich diese riesigen Tiere so nah zu sehen.
Nun war es Zeit aus Husavik abzureisen. Unser nächstes Quartier ist nur eine Autostunde entfernt in Akureyri. Auf der Fahrt dorthin legten wir einen Zwischenstopp beim Godafoss-Wasserfall ein.
Der Fluss Skjalfandafljot stürzt hier auf einer Breite von 158 m spektakulär 11 m in die Tiefe.
Nach unserer Ankunft in Akureyri bezogen wir unser Quartier. Eigentlich hatten wir ein Zimmer in einer 5-Zimmerwohnung mit gemeinsamer Küche, sowie gemeinsamen Bad/WC und Wohnzimmer gebucht. Glücklicherweise sind heute keine weiteren Gäste gebucht, sodass wir die riesige Wohnung für uns alleine haben.
Wir fuhren kurz in das Stadtzentrum wo wir in einem indischen Restaurant sehr gut zu Abend gegessen haben.
Heute hat es uns voll erwischt. Das andere isländische Wetter. Kälte, Nebel, Regen, Wind und um die fünf Grad.Diesem Umstand fiel auch unsere für Vormittag geplante Wanderung zu einem Bergsee zum Opfer. Dafür konnten wir wenigstens ein wenig länger schlafen.
Gegen Mittag machten wir uns auf nach Glaumbaer. Dieser Ort ist berühmt für das gleichnamige Torfdorf. Die ältesten Teile stammen aus dem beginnenden 19.JH. Die einzelnen Häuser sind durch Gänge miteinander verbunden und beinhalten sowohl Werkstätten als auch Wohn-/Stallgebäude.
Zu diesem Museumsdorf gehört auch noch ein einstöckiges Wohnhaus von 1870. Im ersten Stock befinden sich komplett eingerichtete Zimmer aus dieser Zeit.
Im Erdgeschoss befindet sich ein kleines Cafe. Dort bekommt man in einem außergewöhnlichen Ambiente köstliche Mehlspeisen serviert.
Nachdem wir die Leckereien verputzt hatten, ging es ein Stück weiter. Wir meldeten uns beim Büro von Hesta-Sport und wurden zum nahe gelegenen Reitgelände weiter verwiesen.
Dort nahm uns unser Reitguide Simone in Empfang. Sie hatte bereits unsere Islandpferde bereit gestellt und so konnten wir bald los reiten.
Zuerst zogen wir uns aber noch regendichte Hose und Jacke an, da es zwar nicht viel, aber doch regnete.
Also schwangen wir uns schwungvoll in die Sättel und schon ging es los.
Ein Stunde lang ging es über Stock und Stein. Obwohl das Wetter nicht besonders war, genossen wir den Austritt. Begeistert waren wir vom tölten. Wir hätten nicht gedacht, dass diese Gangart so viel Spaß macht und so bequem ist.
Auch heute hatte uns das Tiefdruckgebiet fest in der Hand. Die ganze Nacht und den ganzen heutigen Tag hat es ordentlich gestürmt und geregnet. Der Regen war eigentlich nicht so heftig, aber der Sturm hat ihn so vor sich hergepeitscht, dass er sich wie tausend kleine Nadelstiche angefühlt hat.Aber jedes Wetter hat seinen Reiz. Man muss nur zulassen auch die schönen und interessanten Seiten eines schlechten Wetters zu sehen.
Der heutige Plan war einfach. Fahrt von Blönduos nach Stykkisholmur. Auf der Hauptstraße fährt man die 200 Km in drei Stunden.
Wir wählten aber einen Umweg rund um die Halbinsel Vatnsnes herum. Mit zwei Besichtigungen, je einmal Diesel und Kaffee tanken, sowie vielen Fotostopps, legten wir 270 Km in guten acht Stunden zurück.
Teilweise waren die Straßen nicht asphaltiert, aber immer in sehr gutem Zustand. Allerdings war die Trassenführung öfters abenteuerlich. Teilweise bis zu 20 % Steigung bzw. Gefälle, dann wieder knapp neben einer Klippe oder ganz Nah dem Meer entlang.
Jedenfalls war die Fahrt spektakulärer und abwechslungsreicher als auf der Hauptstraße.
Den ersten Stopp auf der Halbinsel Vatnsnes machten wir bei Hvitserkur. Das ist ein 15m hoher Basaltstein, der an zwei Stellen ausgehöhlt ist. Er dient auch als Brutplatz für verschiedene Vogelarten.
Wir packten uns ordentlich in unsere Regenbekleidung ein und wanderten ein kurzes Stück vom Parkplatz bis zu einer Aussichtsplattform am Klippenabbruch.
Ein kleiner Bach stürzt neben der Plattform Richtung Meer und gibt eine gute Geräuschkulisse ab. Ein steiler Pfad führt zum Strand. Den haben wir uns aber wetterbedingt geschenkt.
Während wir im Auto schon langsam wieder auftauten (das Thermometer zeigte 8 Grad mit gefühlten 3 Grad), näherten wir uns dem nächsten Stopp.
Es war Illugastadir. Vom Parkplatz marschierten wir 15 Min bis wir zu einer kleinen Hütte kamen. Dort konnten wir uns kurz unterstellen und die Fotosachen trocken lagern.
Vor uns lag eine Steinbank auf der etliche Seelöwen herum lagen. Ein paar von den Tieren schwammen auch herum und beobachteten die Beobachter.
In Stykkisholmur angekommen, bezogen wir unser wunderschönes Quartier. Unten Küche, Bad/WC und Wohnzimmer, oben die Schlafgelegenheit. Zwei Matratzen am Boden, da der Raum aufgrund einer Dachschräge an einer Seite nur ca. ein Meter hoch ist.
Wir fuhren noch kurz zum Hafen, kauften uns an einer Bude Fish'n'Chips, die wir dann zu Hause mit großem Appetit verschlangen.
....Svörtuloft/Saxholsbjarg/Djupalonssandur/Dritvik/Londrangar/Pufubjarg/Hellnar/Arnarstapi/Budir/Borgarnes.
Alle diese Punkte haben wir heute im Laufe des Tages besucht. Großes Programm bei großartigem Wetter.
Schon der Morgen startete mit Sonnenschein und so ging es den ganzen Tag weiter. Stellenweise bewölkt, etwas frisch, so um die 15 Grad, aber gefühlt etwas niedriger.
Voller Energie starteten wir morgens los zu unserem ersten Ziel, dem Berg Kirkjufell bzw. dem daneben liegenden Wasserfall Kirkjufellsfoss.
Der 463m hohe Berg erhielt seine Form von Gletschern, die ihn so glatt abgeschliffen haben. Er dient auch als Filmlocation für Game of Thrones.
Der Kirkjufellsfoss-Wasserfall entsteht dadurch, dass sich der Fluss Kirkjufellsa in zwei Stufen insgesamt 16 m in die Tiefe stürzt.
Der Wassserfall mit dem Berg im Hintergrund ist einer der beliebtesten Fotomotive in Island.
Weiter ging es zum, diesmal nicht schwarzen, Strand von Skardsvik.
Anschließend besuchten wir mit Öndverdarnes einen kleinen Leuchtturm. Bemerkenswert sind hier die steil abfallenden Klippen aus Lava. Hier befindet sich in einer Felsspalte auch die einzige Zisterne Islands.
Nächster Stopp war Svörtuloft/Saxholsbjarg. Ein mächtiger Leuchtturm ragt dort aus den Lavafelsen. Die Klippen werden von Vögeln als Nistplätze verwendet. Dabei 'malen' die Vögel mit ihren Exkrementen die Felsen weiß an.
Nun stand der Strand von Djupalonssandur auf dem Programm. Von hier machten wir eine kurze Wanderung nach Dritvik. Heute sind beide Buchten unbewohnt, waren aber früher zwei der produktivsten Fischerdörfer.
Am Strand liegen noch die Überreste des am 13.3.1948 gestrandeten Fischkutters 'Epine (GY7)'.
Weiters bewunderten wir die zwei Felsnadeln Londrangar welche 65m bzw. 71m aus dem Meer ragen. Die nahen Klippen von Pufubjarg werden wieder von Vögeln als Brutplätze genutzt.
Nun fuhren wir weiter in den kleinen Ort Hellnar. Von dort aus machten wir eine kleine Küstenwanderung (5Km, 1,5 Stunden) nach Arnarstapi und zurück.
Wundervolles Wetter und dramatische Küstenlandschaft vom Feinsten wurde uns während der Wanderung geboten.
Als letzten Stopp besuchten wir Budir. Der Ort besteht aus einem Hotel und der berühmten 'schwarzen Kirche'. Diese wurde 1848 errichtet und steht unter Denkmalschutz.
Dann sind wir endlich in Borgarnes angekommen, wo wir unser Zimmer in einem Motel beziehen konnten.
Heute war der letzte Tag unserer Rundreise. Da wir zur Rückgabe des Autos noch Zeit hatten, besuchten wir in Borgarnes das 'Settlement Centre'. Ein kleines, aber feines Museum. In zwei getrennten Ausstellungen wird die Besiedelung und das Leben der ersten Familien auf Island dargestellt.Eine sehr interessante Ausstellung, noch dazu mit einem Audioguide in deutscher Sprache.
Jetzt ging es aber Richtung Reykjavik, das wir in knapp einer Stunde (für 75 Km) erreichten. Zuerst fuhren wir in unser Guesthouse und luden das komplette Gepäck ab.
Dann ging es die 50Km weiter zum Flughafen. Dort tankten wir zuerst noch voll und gaben dann den Mietwagen zurück. Da es keine Beanstandungen gab, war die Rückgabe schnell erledigt.
Mit dem Auto sind wir 2.801 Km mit einem Durchschnittsverbrauch von 5,8l/100Km und einem Dieselpreis von 1,30€ unterwegs gewesen. Macht an Dieselkosten ca. 210€.
Von der Vermietstation waren es einige Gehminuten bis zum Flughafengebäude. Dort kauften wir uns ein Busticket zum Busbahnhof in der Stadt.
Nach dem Ticketkauf mussten wir zum Bus laufen. Der wartete nämlich schon auf uns und so konnten wir gleich losbrausen.
Das Busterminal liegt nicht nur in der Nähe unseres Quartieres, sondern auch in der Nähe der Hallmgrimskirkja-Kirche. Da traumhaftes Wetter war, gingen wir nochmals die Kirche von außen besichtigen. Leider hat sie heute geschlossen.
Mittlerweile war es Zeit zum Abendessen und wir gingen wieder in das uns schon bekannte Fish&Chips Restaurant und genossen dort das gleichnamige Essen.
Morgen starten wir eine dreitägige geführte Tour durch das Gebiet rund um Landmannalaugar.
Ob und wie es dort WiFi gibt wissen wir leider nicht.
Es kann also sein, dass wir jetzt drei Tage unseren Blog nicht befüllen können.
Großartiges Wanderwetter und traumhafte Landschaft.
Geschlafen wird in einer Hütte mit Matratzenlager.
Heute leider keine Sonne, aber angenehme Temperatur und absolute Windstille.
Wieder geniale Landschaft, aber auch anstrengende Wanderwege.

Verregneten letzter Wandertag und Rückfahrt nach Reykjavik.



Um 6:00 standen wir gemütlich auf, verstauten noch die restlichen Sachen in Koffer und Rucksack. In der Küche unseres Gästehauses machten wir uns noch Kaffee, tranken ihn in Ruhe und machten uns um 7:15 auf zum Busterminal.Dieses Busterminal lag nur rund 15 Gehminuten von unserer Unterkunft entfernt. Auch mit vollem Gepäck brauchten wir nicht wesentlich länger.
Da wir schon kurz nach 7:30 im Terminal waren und unser Bus zum Flughafen um 8:00 der einzige Bus ist, der von hier abfährt, waren wir ganz allein in der Wartehalle.
Kurz vor 8:00 kam dann der Bus und auch jede Menge Leute, sodass der Bus ziemlich voll war.
Nach 50 Min. Fahrt hatten wir den Flughafen erreicht und alle stürmten in die Abflughalle. Unsere Boardingpässe hatten wir schon gestern Abend auf die Handy's geladen. Damit wollten bzw. mussten wir die Kofferanhänger ausdrucken. Was allen anderen gelang, schafften wir nicht. Unsere QR-Codes wurde immer wieder abgelehnt. Ein hilfsbereiter Securitymitarbeiter schaffte es zwar unsere Bordkarten in Papierform auszudrucken, aber auch ihm gelang es nicht die Kofferanhänger zu drucken.
Deshalb mussten wir uns am Schalter der Fluglinie anstellen, wo dann alles glatt über die Bühne ging.
Den anschließenden Securitycheck absolvierte Franz trotz aller elektronischen Geräte problemlos. Bei Edith piepste es, irgendwas mit ihren Schuhen stimmte nicht. Erst als sie die Schuhe auszog, konnte sie die Sicherheitsschleuse problemlos passieren.
Nach kurzer Wartezeit ging auch schon das Boarding los und wir konnten als einer der ersten in die Maschine. Dadurch waren noch alle Gepäckfächer frei und unsere Rucksäcke konnten wir leicht verstauen.
Der Flug war angenehm und ruhig. Coronabedingt wurde kein Essen und Trinken ausgegeben. Allerdings fanden wir auf unseren Sitzen je Passagier eine Wasserflasche.
Obwohl wir 20 Min.später abflogen sind wir pünktlich um 16:30 in Kopenhagen gelandet.
Beim letzten Mal auf dem Flughafen war fast nichts los, diesmal jedoch hatten schon einige Geschäfte und Lokale geöffnet. Auch waren viel mehr Leute als letztes Mal unterwegs.
Jetzt heißt es geduldig bis zu unserem Abflug um 20:05 warten.
Die Zeit am Flughafen von Kopenhagen haben wir uns mit Cola, Kaffee, Kuchen, Caesars Salad und jeder Menge surfen vertrieben.
Endlich kam unsere Maschine an und wurde für den Rückflug fertig gemacht. Leider waren aufgrund von COVID-19 die meisten anderen Andockstationen nicht belegt. Aber das ist ja zur Zeit leider auf jedem Flughafen der Welt so.
Auch auf den Gates war nicht viel los. Nur eines von vielen war besetzt, auf den anderen herrschte gespenstische Ruhe.
Die Einsteige-Prozedur ging ohne Probleme vor sich und bald war die Maschine abflugbereit.
Unser Kapitän Peter Strauss bereitete sich auf den Start vor und vom AUA-Personal (teilweise in ihren hässlichen roten Strümpfen) bekamen wir je nach Wunsch Kaffee, Tee oder Mineralwasser serviert. Die Zeit verging schnell, was bei 1:20 Flugzeit auch nicht sehr verwunderlich ist.
Um 20 Min. zu früh landeten wir in Wien, wurden automatisch Temperatur gemessen und mussten nur kurz auf unser Gepäck warten. Jetzt eilten wir zur Schnellbahn, kauften noch schnell die Tickets und konnten so den nächst möglichen Zug erreichen.
Gegen 23:15 waren wir endlich zu Hause. Unser ganzes Zeug verteilten wir dekorativ im Vorzimmer, duschten und genossen es, in unseren eigenen Betten einzuschlafen.