2020-07-18 - /Vatnsnes/Hvitserkur/Illugastadir/Stykkisholmur

Auch heute hatte uns das Tiefdruckgebiet fest in der Hand. Die ganze Nacht und den ganzen heutigen Tag hat es ordentlich gestürmt und geregnet. Der Regen war eigentlich nicht so heftig, aber der Sturm hat ihn so vor sich hergepeitscht, dass er sich wie tausend kleine Nadelstiche angefühlt hat.
Aber jedes Wetter hat seinen Reiz. Man muss nur zulassen auch die schönen und interessanten Seiten eines schlechten Wetters zu sehen.








Der heutige Plan war einfach. Fahrt von Blönduos nach Stykkisholmur. Auf der Hauptstraße fährt man die 200 Km in drei Stunden. 
Wir wählten aber einen Umweg rund um die Halbinsel Vatnsnes herum. Mit zwei Besichtigungen, je einmal Diesel und Kaffee tanken, sowie vielen Fotostopps, legten wir 270 Km in guten acht Stunden zurück.

Teilweise waren die Straßen nicht asphaltiert, aber immer in sehr gutem Zustand. Allerdings war die Trassenführung öfters abenteuerlich. Teilweise bis zu 20 % Steigung bzw. Gefälle, dann wieder knapp neben einer Klippe oder ganz Nah dem Meer entlang.
Jedenfalls war die Fahrt spektakulärer und abwechslungsreicher als auf der Hauptstraße.

Den ersten Stopp auf der Halbinsel Vatnsnes machten wir bei Hvitserkur. Das ist ein 15m hoher Basaltstein, der an zwei Stellen ausgehöhlt ist. Er dient auch als Brutplatz für verschiedene Vogelarten.
Wir packten uns ordentlich in unsere Regenbekleidung ein und wanderten ein kurzes Stück vom Parkplatz bis zu einer Aussichtsplattform am Klippenabbruch.
Ein kleiner Bach stürzt neben der Plattform Richtung Meer und gibt eine gute Geräuschkulisse ab. Ein steiler Pfad führt zum Strand. Den haben wir uns aber wetterbedingt geschenkt.







Während wir im Auto schon langsam wieder auftauten (das Thermometer zeigte 8 Grad mit gefühlten 3 Grad), näherten wir uns dem nächsten Stopp. 
Es war Illugastadir. Vom Parkplatz marschierten wir 15 Min bis wir zu einer kleinen Hütte kamen. Dort konnten wir uns kurz unterstellen und die Fotosachen trocken lagern. 
Vor uns lag eine Steinbank auf  der etliche Seelöwen herum lagen. Ein paar von den Tieren schwammen auch herum und beobachteten die Beobachter.










In Stykkisholmur angekommen, bezogen wir unser wunderschönes Quartier. Unten Küche, Bad/WC und Wohnzimmer, oben die Schlafgelegenheit. Zwei Matratzen am Boden, da der Raum aufgrund einer Dachschräge an einer Seite nur ca. ein Meter hoch ist.







Wir fuhren noch kurz zum Hafen, kauften uns an einer Bude Fish'n'Chips, die wir dann zu Hause mit großem Appetit verschlangen.






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2020-07-17 - Glaumbaer/Heta-Reitsport

Heute hat es uns voll erwischt. Das andere isländische Wetter. Kälte, Nebel, Regen, Wind und um die fünf Grad.
Diesem Umstand fiel auch unsere für Vormittag geplante Wanderung zu einem Bergsee zum Opfer. Dafür konnten wir wenigstens ein wenig länger schlafen.

Gegen Mittag machten wir uns auf nach Glaumbaer. Dieser Ort ist berühmt für das gleichnamige Torfdorf. Die ältesten Teile stammen aus dem beginnenden 19.JH. Die einzelnen Häuser sind durch Gänge miteinander verbunden und beinhalten sowohl Werkstätten als auch Wohn-/Stallgebäude.











Zu diesem Museumsdorf gehört auch noch ein einstöckiges Wohnhaus von 1870. Im ersten Stock befinden sich komplett eingerichtete Zimmer aus dieser Zeit.









Im Erdgeschoss befindet sich ein kleines Cafe. Dort bekommt man in einem außergewöhnlichen Ambiente köstliche Mehlspeisen serviert.






Nachdem wir die Leckereien verputzt hatten, ging es ein Stück weiter. Wir meldeten uns beim Büro von Hesta-Sport und wurden zum nahe gelegenen Reitgelände weiter verwiesen.

Dort nahm uns unser Reitguide Simone in Empfang. Sie hatte bereits unsere Islandpferde bereit gestellt und so konnten wir bald los reiten.
Zuerst zogen wir uns aber noch regendichte Hose und Jacke an, da es zwar nicht viel, aber doch regnete.
Also schwangen wir uns schwungvoll in die Sättel und schon ging es los.





Ein Stunde lang ging es über Stock und Stein. Obwohl das Wetter nicht besonders war, genossen wir den Austritt. Begeistert waren wir vom tölten. Wir hätten nicht gedacht, dass diese Gangart so viel Spaß macht und so bequem ist.